STAATSZIRKUS DER DDR | Das Archiv & Onlineportal

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Staatszirkus von A - Z

Wenn man sich eingehend mit dem Thema VEB Zentral-Zirkus/Staatszirkus der DDR beschäftigt, werden einem immer wieder Begriffe begegnen, die auf den ersten Blick Fragen aufwerfen bzw. einer Erklärung bedürfen.
Diese haben wir in dem nachfolgenden Kompendium zusammengefasst, welches dem Leser zu einem besseren Verständnis verhelfen soll. Anspruch auf Vollständigkeit kann es nicht erheben, selbst wenn wir ständig darum bemüht sind.

  • kein Inhalt

Im letzten Studienjahr der Ausbildung an der staatlichen Fachschule für Artistik in Berlin erfolgte ein dreiwöchiges Praktikum in einem Reisebetrieb. Nach abgelegter Prüfung wurden die Absolventen ganzjährig fest angestellt. Häufig hatten große Truppennummern keinen langen Bestand, weil die Truppenmitglieder aus persönlichen Gründen oder durch den Wechsel in den lukrativeren freischaffenden Bereich aus ihren Truppen ausschieden.

Auf Grund der Festanstellung der verbleibenden Akrobaten war deren Vertragslösung nicht möglich, so dass regelmäßig innerhalb des Staatszirkus neue Darbietungen aufgebaut oder bestehende Darbietungen personell ergänzt werden mussten.

Ab 1963 erfolgte ein regelmäßiger nichtkommerzieller Gastspielaustausch für drei Monate, jeweils im Abstand von zwei Jahren.

DDR-Ensembles arbeiteten in dortigen festen Zirkusbauten (siehe Ensemblegastspiele), sowjetische Ensembles reisten als „Gastspiel des Sowjetischen Staatszirkus“ mit einem Betriebsteil durch die DDR, so auch 1979 ein Eiszirkus. Zusätzlich erfolgte regelmäßig ein Austausch von zwei Einzeldarbietungen für die Dauer von jeweils drei Monaten (Bedingung von Sojusgoszirk).
Über die Zusammenstellung der sowjetischen Ensembles entschied fast ausschließlich die dortige Seite. Zeitweise gab es eine deutlich schwächere Programmbesetzung, die erst nach energischen Interventionen des Staatszirkus wieder verbessert wurde.

Der Kartenverkauf bei sowjetischen Programmen in der DDR war etwas geringer und musste mit erhöhtem Aufwand über die Organisation der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft, über Kollektivbesuche aus Betrieben und über sowjetische Garnisonen ausgeglichen werden. Der sowjetische Partner begrenzte die wöchentliche Vorstellungszahl auf 9 bis 10, an die entsandte DDR-Artisten gebunden waren.

Der Tourneeplan in der DDR sah für sowjetische Artisten mehr Vorstellungen vor, woraus sich zusätzliche Diätenzahlungen ergaben. Auch mussten die sowjetischen Artisten in Hotels untergebracht werden. Erst später und nach längeren Verhandlungen erfolgte die Unterbringung in Wohnwagen.

Die jeweils zuständige Heimatdirektion zahlte die Gehälter für die Artisten weiter, die Direktion im Gastland zahlte die Tagesgelder und stellte die Unterkunft. Transportkosten bis zur Grenze Brest übernahmen die jeweils entsendenden Seiten, ab dort übernahm die gastgebende Seite die Kosten.

  • 1974 – Vaterländischer Verdienstorden in Silber
  • 1978 – Vaterländischer Verdienstorden in Gold
  • 1984 – Kunstpreis des FDGB
  • 1975 – Goldener Lorbeer des Fernsehens der DDR


Siehe auch Staatliche Auszeichnungen

Datenstand 1988

  • Zirkus Aeros (SU-Gastspiel) 70
  • Zirkus Busch 97
  • Zirkus Berolina 99
  • Künstlerisches Personal 180
  • Volksfesteinrichtungen 34
  • Winterquartier 63
  • Generaldirektion 56


Mitarbeiter pro Zirkus (am Beispiel Zirkus Busch, Stand 1984)

  • Leitung 6 (Direktor, Stellvertreter des Direktors, Technischer Leiter, Ökonomischer Leiter, Künstlerischer Leiter, Werbeleiter)
  • Verwaltung 5
  • Künstlerische Mitarbeiter 40
  • Musiker 10
  • Zeltarbeiter 17
  • Requisiteure 7
  • Kraftfahrer 15
  • Handwerker 4
  • Schneiderei 4
  • Elektriker 5
  • Kassierer 5
  • Tierpfleger 15- 25 je nach Tierbestand
  • Innerbetriebliche Versorgung 5 (Küche, Klubwagen, Einkäufer)
  • Werbung 3
  • Betriebskrankenschwester 1
  • Lehrer 1 (gestellt von der Volksbildung)
  • Kindergärtnerin 1 (gestellt von der Volksbildung)

Für die Zahl der Arbeitskräfte gab es Planvorgaben der Hauptabteilung Planung und Finanzen des Ministeriums für Kultur, die dann auf die nachgeordneten Bereiche aufgeschlüsselt wurden. Arbeiter und technische Mitarbeiter kamen aus der DDR. Es war ein erheblicher Mangel an Arbeitskräften zu verzeichnen, gleichzeitig war die Fluktuationsquote relativ hoch. Diese war zum einen dem besonders im Zeltbereich hohen Anteil körperlich schwerer Arbeit geschuldet, zum anderen waren in anderen Bereichen der Volkswirtschaft wohl bessere Verdienstmöglichkeiten gegeben.

Eine Umfrage zur Altersstruktur unter den Besuchern im Jahr 1987 ergab folgendes Ergebnis:

Von 948 befragten Personen waren

  • 51% zwischen 25 und 55 Jahren
  • 13% älter
  • 23% zwischen 14 und 25 Jahren
  • 13% Kinder

Saisonprogramme der DDR-Zirkusse zuzüglich der Gastspiele des Sowjetischen Staatszirkus in der DDR

1960
2.515.525 (inkl. Eisrevue und Berliner Haus)
120.000 Gastspiel des Sowjetischen Staatszirkus (105 Vorstellungen)

1961
2.062.102 (inkl. Eisrevue und Berliner Haus)
180.000 Gastspiel des Sowjetischen Staatszirkus (75 Vorstellungen)

1962
1.534.819 (inkl. Eisrevue und Berliner Haus)

1963
1.734.646 (1135 Vorstellungen, ohne Eisrevue, inkl. Berliner Haus)
207.000 Gastspiel des Sowjetischen Staatszirkus (82 Vorstellungen)

1964
1.801.514 (1240 Vorstellungen, ohne Berliner Haus)

1965
1.697.959 (1046 Vorstellungen)
191.900 Gastspiel des Sowjetischen Staatszirkus (77 Vorstellungen)

1966
1.852.643 (1078 Vorstellungen)

1967
1.666.511 (1096 Vorstellungen)
288.300 Gastspiel des Sowjetischen Staatszirkus (126 Vorstellungen)

1968
1.711.566 (1218 Vorstellungen)

1969
1.784.035 (1072 Vorstellungen)
361.700 Gastspiel des Sowjetischen Staatszirkus (154 Vorstellungen)

1970
1.745.868 (1232 Vorstellungen)

1971
2.110.523 (1104 Vorstellungen)
316.000 Gastspiel des Sowjetischen Staatszirkus (136 Vorstellungen)

1972
1.875.957 (1238 Vorstellungen)

1973
1.695.822 (1072 Vorstellungen)
307.200 Gastspiel des Sowjetischen Staatszirkus (128 Vorstellungen)

1974
2.117.436 (1233 Vorstellungen)

1975
1.667.190 (991 Vorstellungen)
268.500 Gastspiel des Sowjetischen Staatszirkus (126 Vorstellungen)

1976
1.915.911 (1150 Vorstellungen)

1977
1.518.711 (993 Vorstellungen)
252.800 Gastspiel des Sowjetischen Staatszirkus (126 Vorstellungen)

1978
1.944.950 (1154 Vorstellungen)

1979
1.773.506 (954 Vorstellungen)
359.100 Gastspiel des Sowjetischen Staatszirkus (146 Vorstellungen)

1980
2.629.502 (798 Vorstellungen)

1981
2.134.768 (1074 Vorstellungen)
308.457 Gastspiel des Sowjetischen Staatszirkus (156 Vorstellungen)

1982
2.719.033 (1194 Vorstellungen)

1983
1.983.552 (1023 Vorstellungen)
319.636 Gastspiel des Sowjetischen Staatszirkus (151 Vorstellungen)

1984
2.756.128 (1205 Vorstellungen)

1985
2.204.437 (981 Vorstellungen)
320.695 Gastspiel des Sowjetischen Staatszirkus (180 Vorstellungen)

1986
2.204.437 (1024 Vorstellungen)

1987
2.013.694 (910 Vorstellungen)
297.328 Gastspiel des Sowjetischen Staatszirkus (152 Vorstellungen)

1988
2.617.154 (1063 Vorstellungen)

1989
2.334.281 (1034 Vorstellungen, inkl. Gastspiel des Sowjetischen Staatszirkus)

1990
Die Zahlen für dieses Jahr liegen nicht vor.

  • Allewathegomme Pallöegiddere Puntha (Epi) Vidane (Elefantendresseur)
  • Hermann Ullmann (Pferdedresseur)
  • Johannes Preißler (Hauptbuchhalter)
  • Alfred Schacht (Abteilungsleiter)
  • Alexander Scheel (Direktor Zirkus Berolina)
  • Otto Netzker (Generaldirektor)
  • Adolph (Adi) Graeber (Spielleiter)
  • Paul Heinrich (Orchesterleiter)
  • Gerhard Quaiser (Elefantendresseur)
  • Helmut Hahmann (Ökonomischer Direktor)
  • Mario Turra (Künstlerischer Direktor)

Die Eintrittspreise waren staatlich festgelegt und durften von 1953 bis 1989 nicht erhöht werden. Mehrere, letztmalig 1989 dem Ministerium für Kultur unterbreitete Vorschläge, die Eintrittspreise um durchschnittlich 3,- Mark zu erhöhen, wurden konsequent abgelehnt – mit der Begründung, dass die Preise für eine solche volksnahe Kunst in der DDR im Interesse der Bevölkerung nicht erhöht werden dürften.
Dabei wäre eine Preiserhöhung vom Publikum ohne Zweifel akzeptiert worden. War doch in den letzten Jahren festzustellen, dass die teuersten Plätze sofort ausverkauft waren und im übrigen die Preise anderer Kulturveranstaltungen, insbesondere in den neuen Stadthallen, bedeutend höher waren und trotzdem angenommen wurden. Tierschau und Ponyreiten kosteten 0,50M.

Siehe auch Subventionen

Sie wurde als Betriebsteil des VE Circus Aeros mit Wirkung vom 01.01.1961 dem VEB Zentral-Zirkus angegliedert.

Technische Daten:

  • hergestellt 1954 im VEB Maschinenfabrik Halle, im Einsatz ab 1955
  • transportabel auf 7 Spezialwagen mit 2 Ammoniakverdichtern, 2 Kondensatoren und 2 Solepumpen
  • 2800 Liter Sole und 600 kg Ammoniak erzeugten innerhalb von vier Stunden eine 120 m2 große Eisfläche von vier Zentimetern Dicke, die vor der Manege platziert wurde
  • 1961 hatte die Eisrevue 388.000 Besucher. Der Betrieb wurde jedoch bereits  Ende 1962 eingestellt, weil es zu wenig professionelle Eisläufer gab und die Anlage technisch verschlissen war.

Siehe auch Berolina-Eisrevue

Siehe Austausch mit dem Sowjetischen Staatszirkus

1. In der Sowjetunion

1961
Moskau, Tallin, Kalinin (69 Vorstellungen, 126.000 Besucher)

1962
Saporoshe, Tallin, Woronesh (65 Vorstellungen, 120.000 Besucher)

1963
Kiew, Riga (90 Vorstellungen, 140.000 Besucher)

1965
Jaroslawl, Minsk (67 Vorstellungen, 124.000 Besucher)

1967
Moskau, Iwanowo, Sotschi (104 Vorstellungen, 164.400 Besucher)

1969
Moskau, Minsk, Kiew (141 Vorstellungen, 270.000 Besucher)

1971
Moskau, Minsk (115 Vorstellungen, 181.000 Besucher)

1973
Kiew (133 Vorstellungen, 266.000 Besucher)

1975
Odessa, Sotschi (115 Vorstellungen, 204.300 Besucher)

1977
Krasnodar (113 Vorstellungen, 204.500 Besucher)

1979
Ufa, Woroschilowgrad (zwei Teilensemble, 108 Vorstellungen, 142.200 Besucher)

1981
Ufa, Kriwoi Rog (122 Vorstellungen, 262.000 Besucher)

1983
Krasnodar, Kislow (136 Vorstellungen, 188.140 Besucher)

1985
Grosny, Stawropol (105 Vorstellungen, 156.262 Besucher)

1987
Krasnodar, Tblissi (120 Vorstellungen, 230.000 Besucher)

1989
Krasnodar, Kriwoj Rog (198.000 Besucher)

2. Weiteres Ausland

1968
Bukarest (81 Vorstellungen, 93.500 Besucher)

1971
Bukarest (47 Vorstellungen, 66.300 Besucher)

1975
Ulan Bator (35 Vorstellungen, 40.000 Besucher)

1976
Budapest (128 Vorstellungen, 211.600 Besucher)

1977
Paris (71 Vorstellungen, 250.000 Besucher)
Sofia (48 Vorstellungen, 90.000 Besucher)

1978
Frankreich (231 Vorstellungen, 462.000 Besucher)

1980
BRD, Niederlande (241 Vorstellungen, 291.000 Besucher)

1983
Ulan Bator (63 Vorstellungen, 90.000 Besucher)

1985
Japan (397 Vorstellungen, 750.000 Besucher)

1986
Niederlande (Wintercircus Martin Hanson, 46 Vorstellungen, 30.000 Besucher)

1987
Budapest (125 Vorstellungen, 166.000 Besucher)

1988
BRD (48 Vorstellungen, 118.000 Besucher)

Siehe auch Gastspiele

Bei der Gründung des VEB Zentral-Zirkus kamen von den drei bis dahin selbstständigen Zirkussen veraltete, unmoderne und stark reparaturbedürftige Fuhrparks zusammen.
Die wenigen vorhandenen Mittel wurden zunächst gebündelt beim neuen Zirkus Olympia. Er wurde von Beginn an – 1961 – für den Straßentransport eingerichtet. Die Umstellung darauf erfolgte schrittweise bis 1966 auch bei Busch und Aeros.

Die Deutsche Reichsbahn wurde nur noch für Transporte bei Auslandsgastspielen in Anspruch genommen. Lediglich die Elefanten reisten bis Ende der 80iger Jahre per Bahn.
Voraussetzung war eine Anpassung des Fuhrparkes. Bei den Wagen wurden zunächst, so ist es einem Planentwurf zu entnehmen, durchschnittlich 8 Wagen durch Neubauten ersetzt und 15 Wagen unter Verwendung des Unterwagens neu aufgebaut. Einen großen Teil dieser Arbeiten erledigten anfangs die eigenen Werkstätten im Winterquartier; später wurden Wagen auch dezentral von Handwerksbetrieben gebaut, wie z.B. durch die Firmen Peukert, Richter und Melde.
Anfang der 60er Jahre waren noch LKW aus Vorkriegsproduktion und sehr langsame und schwache Traktoren im Einsatz. Aus DDR-Produktion standen mit den Lkw-Typen H3A und dem Nachfolgemodell S4000 nur Zugmaschinen zur Verfügung, die zwar eine Geschwindigkeit von immerhin 60 km/h erreichten, mit ihrer Leistung von 80 bzw. 90 PS aber nur über eine eingeschränkte Zugkraft verfügten.

Zusätzlich konnte ab 1965 eine kleine Anzahl der LKW vom Typ Skoda 706 mit einer Leistung von 160 PS aus der CSSR zugeführt werden. Für diese Maßnahmen standen 1966 900.000 Mark zur Verfügung, diese Summe wurde bis 1970 auf 1 Million Mark aufgestockt. Das Beschaffungsproblem leistungsfähiger Zugmaschinen bestand bis zuletzt. Der mit 110-125 PS schwach motorisierte W 50 wurde gelegentlich in kleinen Stückzahlen zugewiesen, die geforderten 180 PS erreichte erst die Weiterentwicklung L60, von dem 1988 zwei Stück im Bestand waren.

Für schwere Zugmaschinen kamen nur Importe in Frage. Hauptsächlich kamen so polnische LKW Jelcz zum Einsatz, von denen hin und wieder ein Fahrzeug zugeführt werden konnte. Das Beschaffungsproblem hatte zur Folge, dass beim überwiegenden Teil der Lastkraftwagen, Kleintransporter und Busse die normative Nutzungsdauer z.T. weit überschritten war.

Ein überdurchschnittlich hoher Reparaturaufwand war die Folge. Viele Fahrzeuge wurden durch Grundinstandsetzungen neu aufgebaut und waren damit fast neuwertig. Obwohl unrentabel und enorm kostenintensiv, waren diese Grundinstandsetzungen in der DDR üblich und im System der DDR- Volkswirtschaft begründet. So lagen die Kosten für die Grundinstandhaltung eines Barkas B1000 1983 bei 33.000 Mark, dem Doppelten des Neupreises! Die Planung, bestimmte Spezialwagen auf Sattelauflieger mit höherer Ladekapazität umzustellen, wurde nur beim Zirkus Berolina realisiert. Bei den beiden anderen Zirkussen hätten zum einen die Lademaße beim Bahntransport in die UDSSR Probleme gemacht, zum anderen waren zusätzliche Kontingente für Sattelzugmaschinen nicht zu erwarten.

Auch Campingwohnwagen waren kaum zu beschaffen. 1978 wurden beim Gastspiel in Frankreich mit mehr oder weniger stillschweigender Billigung des Kulturministeriums sechs Campings und sechs PKW Lada gekauft. Dieser Stand blieb bis Ende der 80iger Jahre fast unverändert, es wurden dem Staatszirkus keine Campings und Zugfahrzeuge zugewiesen, mit denen Einsätze im westlichen Ausland möglich gewesen wären.

Immense Beschaffungsprobleme galten auch für Kompressoren zum Ankerschlagen und für Gabelstapler. Da diese nicht beschaffbar waren, wurde ein Importantrag für Frontlader gestellt. Eine Lieferzusage lag nicht vor.

1986 konnte der Technische Direktor drei ausgemusterte geländegängige Stapler (GMG = Geländegängige Mehrzweck-Geräte) von der NVA erwerben.

1. Festival International du Cirque Monte-Carlo

1979
Recktons – Akrobatik am Quadratreck (Price Trophèe Monte-Carlo)

1981
Peter und Katjana Stanik – Gemischte Raubtiergruppe (Price Trophèe Loius Merlin)

1983
Ursula Böttcher – Eisbärendressur (Price Nice Matin)

1985
Monika Georgi – Kuhdressur (Price La Dame du Cirque)

1988
Hasso und Monika Mettin – Pferdedressur (Preis der Wiener Stadthalle)

1989
2 Majaros – Vertikal- und Schwungseil (Price de la Ville de Monaco, Preis der Komponisten, Texter und Arrangeure)

1990
Salteros – Wurfstangenakrobatik

2. Grand Festival Mundial del Circo, Madrid

1974
Ursula Böttcher – Eisbärendressur (Zirkus-Oscar)

3. Festival Mondial de Cirque du Demain, Paris

1985
Mendozas – Trampolinakrobatik (Preis des Ministers für Kultur)

1986
Pasadenas – Hängeperche (Silbermedaille)

1988
Meridians – Schlappseil (Silbermedaille)
Cadetts – Knotenwurf/Handvoltigen (Bronzemedaille)

1989
Skydenas – Strapaten (Bronzemedaille)

1990
Uwe Neitzel – Washingtontrapez

4. Festival des Humors, Prag

1981
Hobby Hoppers – Kaskadeure (Preis für die beste ausländische Darbietung)

1983
Angelika Unger – Kuhdressur (Preis für die beste ausländische Darbietung)

5. Festival Circuba, Havanna

1981
Los Marianas – Diabolo (Spezialpreis des Ministers für Kultur)

1989
Flyronas – Fangstuhl (Preis für die beste Luftdarbietung)

Revuen mit dem VEB Zentral-Zirkus bzw. dem Staatszirkus der DDR

  • 1971 – „Hepp“
  • 1986 – „Revuezirkus“


Siehe auch Gastspiele

 

Der Verbrauch von Dieselkraftstoff wurde in der DDR streng limitiert. Richtwerte und Normative des spezifischen Kraftstoffverbrauchs wurden zentral vorgegeben. Diese waren auf jedes Fahrzeug quartalsweise und monatlich aufzuschlüsseln, monatlich auszuwerten und jährlich zu präzisieren. Eine Überschreitung der Quartalslimite war nicht zulässig.

Zu jedem Fahrzeug gehörte ein Tankscheinheft, welches der bargeldlosen Zahlung diente und in dem das monatliche Limit vermerkt war.

Kraftfahrer erhielten für die Einsparung von Kraftstoff Prämien. Dies führte kurioserweise gelegentlich dazu, dass Kraftfahrer – besonders bei Benzin – die Tankfüllung selbst bezahlten, weil die Einsparungsprämien höher waren als der Kraftstoffpreis.

Bei dem hohen Kraftfahrzeugbestand der drei Zirkusse führten diese Reglungen dazu, dass in den Zirkussen die neue Funktion des stellvertretenden Ökonomischen Leiters eingeführt werden musste, der mit diesen Limit- und Prämienabrechnungen ausreichend beschäftigt war.

Auch die Inanspruchnahme von privaten PKW, Taxen und Mietfahrzeugen wurde limitiert, Taxifahrten über 50 km verboten. Bei Dienstreisen war die Bahn dem Dienstwagen vorzuziehen.
Weitere Limits regelten den Verbrauch von Kaffee, Kakao und Südfrüchten bei betrieblichen Veranstaltungen sowie die Verwendung von Papier für Verwaltungszwecke.

Der Kunstpreis der DDR wurde verliehen an:

  • Hermann Ullmann
  • Helmut Rudat
  • Hanno Coldam
  • Ursula Böttcher
  • Siegfried Gronau
  • Gerhard Quaiser
  • Günter Dorning
  • Erhard und Christiane Samel
  • Die Baltos

In der DDR reisten Anfang Mitte der 80er Jahre die privaten Lizenzzirkusse Hein und Probst, später kamen der Zirkus Rolandos und Olympia dazu.

In der Presse-Information zum 25jährigen Jubiläum des Staatszirkus heißt es: „Im Auftrag des Ministeriums für Kultur übt der Staatszirkus der DDR die kulturpolitische Anleitung dieser privaten Lizenzzirkusse aus, er berät sie in künstlerischen Entwicklungsfragen und nimmt Einfluss auf ihre Programmgestaltung. Die Lizenzzirkusse werden in die Tourneeplanung einbezogen und nehmen so entsprechend ihren Möglichkeiten bei der kulturellen Betreuung der Bevölkerung einen festen Platz im kulturellen Leistungsangebot unserer Republik ein.“

  • kein Inhalt

Mit Wirkung vom 01.06.1989 wurde aus dem Betriebsteil Winterquartier und dem Direktionsbereich Technik der Generaldirektion der Betriebsteil „Materiell-technische Versorgung“ mit Sitz im Winterquartier gebildet. Direktor wurde Eckhard Buhler.

Siehe auch Winterquartier

Die Musiker waren ganzjährig fest angestellt, nur gastweise Verpflichtete hatten Saisonverträge. Wegen zunehmendem Desinteresse von DDR-Musikern (Reise, täglich zwei Vorstellungen u.ä.) ab 1970 dauerhaft polnische Musiker bei BUSCH, verstärkt auch bei AEROS und BEROLINA aus Polen und der Tschechoslowakei.

Erfolgreiche Fernsehsendung des Deutschen Fernsehfunkes der DDR/Fernsehen der DDR, die ab 1972, dann 1973, 1974, 1975,1976, 1980, 1982, 1985 und 1987 jeweils zu Weihnachten ausgestrahlt wurde.

Vergleichbar mit „Stars in der Manege“ der ARD. Die Erlöse der Veranstaltungen gingen an den Solidaritätsfonds des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB). „Filmstars in der Manege“ führte Aeros mit der DEFA bereits 1957 durch. Ähnliche Veranstaltungen gab es 1963, 1966 und 1967.

Der Nationalpreis III. Klasse für Kunst und Literatur wurde 1980 an ein Dresseurkollektiv verliehen mit:

  • Ursula Böttcher
  • Hanno Coldam
  • Siegfried Gronau
  • Gerhard Quaiser

Eine vor allem von den Gewerkschaften forcierte Maßnahme war die Reduzierung der Pflichtvorstellungen. Noch 1970 war bei einem Dresseur im Arbeitsvertrag eine jährliche Vorstellungszahl von 484 vereinbart. Diese Zahl sank stetig auf bis zuletzt 375 im Jahr 1986.

Die Anzahl der Vorstellungen während einer Tournee lag 1970 durchschnittlich bei 410. Mit der vertraglich vereinbarten höheren Zahl der Vorstellungen waren auch alle Vorstellungen außerhalb der Saison abgegolten.

Aufgrund der Absenkung der Pflichtvorstellungen wurden auch die realen Vorstellungszahlen der Zirkusse reduziert, sie lagen 1986 nur noch bei 350. Wurden künstlerische Mitarbeiter auch im Winter eingesetzt, wurden zusätzliche Vorstellungen mit einer Überspielgage pro Vorstellung in Höhe von 1/375 der Monatsgage vergütet.

Mit der Einführung des Rahmenkollektivvertrages wurden auch allen künstlerisch Tätigen vier freie Tage pro Monat gewährt, von denen zwei durch probenfreie Tage abgegolten wurden.
Reisetage galten nicht als freie Tage.

Bis 1981 war es für den Zirkusbereich relativ unproblematisch, Künstler „reisefähig“ zu machen, d. h. ihnen einen Status zu verleihen, mit dem sie vor allem ins westliche Ausland reisen konnten. Bereits 1965 war ein Beschluss des Ministerrates über dienstliche Reisen ins westliche Ausland erlassen worden, und 1966 entstand beim Ministerrat der DDR eine Abteilung Auslandsdienstreisen, die allerdings noch nicht für den Bereich des Ministeriums für Kultur zuständig war.

So lag es in der alleinigen Entscheidung des VEB Zentral-Zirkus, Auslandsdienstreisen zu beantragen. Dies geschah über das Ministerium des Inneren. Die erteilten Pässe gingen dann an das Kulturministerium, dessen Reisestelle die Visa mit Ausnahme USA einholte, und gingen dann zur Aushändigung an den VEB Zentral-Zirkus zurück.
Dieses relativ unkomplizierte Verfahren änderte sich im Januar 1982 mit dem Inkrafttreten der „Anordnung über die Auswahl, Bestätigung und Vorbereitung von Reise- und Auslandskadern und die Durchführung ihrer dienstlichen Reisen“.
Die Folge war ein umständliches bürokratisches Verfahren, das die Einbeziehung des Ministeriums für Staatssicherheit genau festschrieb. Die vorschlagsberechtigten Leiter – für den Staatszirkusder DDR der Kulturminister – hatten für jeden Reisevorschlag einen Vorgang anzulegen, das sogenannte „Entscheidungsdokument“ mit Personalbogen, Verwandtenaufstellung und einer ausführlichen Einschätzung, in der auf Charakter, Bewusstseinsstand, Eignung und Beziehungen ins NSW eingegangen werden sollte. Diese Unterlagen waren mit Antrag an das Ministerium für Staatssicherheit einzureichen.
Einer Bestätigung gingen meist Ermittlungen im Wohngebiet voraus. Bestätigte Reisekader wurden in der Abteilung Auslandsdienstreisen beim Sekretariat des Ministerrates registriert.

Der Minister für Kultur, Hans-Joachim Hoffmann, sah sich im April 1982 genötigt, ein Schreiben an den zuständigen Sekretär des ZK, Kurt Hager, zu richten. Darin verwies er auf die Tatsache, dass er für rund 10.000 Künstler, Wissenschaftler in kulturellen Einrichtungen und sonstige Mitarbeiter verantwortlich sei und die Anfertigung derart umfassender Unterlagen nahezu unmöglich sei. Für diesen Bereich wurde dann auf das umfangreiche „Entscheidungsdokument“ verzichtet und dieses Procedere vereinfacht.

Während Reisekader, die sich bis zu sechs Monate im westlichen Ausland aufhielten, diesen Status behielten, musste für Auslandskader, die über sechs Monate im sozialistischen wie auch im nichtsozialistischen Ausland tätig wurden, dieser Status jedes Mal neu beantragt werden. Diese Auslandskader-Reglung konnte für den Staatszirkus der DDR allein deshalb nicht angewendet werden, weil Zirkustourneen in der Regel länger als sechs Monate dauern. Zum anderen wären Gesamtgastspiele z.B. in die UDSSR nahezu unmöglich geworden, weil es ausgeschlossen war, für fast 100 Mitarbeiter dieses Verfahren jedes Mal neu einzuleiten.

Der Direktor der Abteilung Internationale Beziehungen und Agentur, Gerhard Klauß, erarbeitete deshalb eine betriebsinterne Reglung, die vom Ministerium für Kultur bestätigt wurde und inoffiziell für den Staatszirkus der DDR die Auslandskaderreglung außer Kraft setzte. Auf Grund der langen, manchmal über ein Jahr dauernden Bearbeitungszeit durch das Ministerium für Staatssicherheit war es zwingend erforderlich, alle künstlerischen Mitarbeiter als Reisekader zu bestätigen, für die Absolventen der Artistenschule sofort nach ihrer Übernahme, um auf Vertragsangebote reagieren zu können.
Aber nicht nur die künstlerischen Mitarbeiter bis hin zu den Musikern, auch Tierpfleger, Requisiteure, Zeltarbeiter und Kraftfahrer waren zu bestätigen. Dazu kamen Mitarbeiter der Generaldirektion und die Direktoren der Zirkusse. Für alle musste die Kaderabteilung jährlich neue Einschätzungen vorlegen. Gefordert waren auch Reisekaderschulungen in den Wintermonaten, die Themen zur politischen Weltlage, zu Devisen- und Zollproblemen und zu betriebsinternen Fragen behandelte.

Die Zahl von etwa 160 Reisekadern und ca. 40, die sich in der Bestätigungsrunde befanden, blieb bis 1989 nahezu konstant.
Ein Verbleib von Reisekadern im westlichen Ausland ist kaum zu verzeichnen, zwischen 1972 und 1989 waren es nur acht Personen.
Spektakulärster Fall war die Nichtrückkehr des damaligen Direktors des Zirkus Busch von der Japan-Tournee 1985, wo er als Ensembleleiter tätig war.

Nach Abschluss der Dienstreisen waren Sofort- und Reiseberichte in fünffacher Ausfertigung vorzulegen, die beim Ministerium für Kultur eingereicht wurden.

Die Gestaltung der Programme orientierte sich immer am klassischen Vorbild, der Mischung aus Akrobatik, Dressur und Clownerie. Traditionell haben Tierdressuren immer eine besondere Rolle gespielt. Vor allem in den frühen Jahren wurde versucht, durch theatralische Elemente Programme durchgängig zu inszenieren und zu thematisieren.

“Hauptanliegen sei die Entwicklung von neuen Zirkusprogrammen, wozu geeignete Autoren sowohl aus den eigenen Reihen als von außerhalb des Zirkus gefunden werden müssten. Dabei sollten die Prinzipien des sozialistischen Realismus in der Zirzensik angewendet werden.“

Vor allem bei den Clowns wurde versucht, ihnen eine sozialistische Prägung zu verleihen. Den oft zitierten „sozialistischen Handstand“ hat es jedoch nie gegeben.

Ab den 70er Jahren blieb es dann bei reinen Nummernprogrammen mit variablen Programmtiteln. 1986 wurde bei Berolina eine der Manege vorgelagerte Bühne eingeführt, auf der mitwirkende Artisten mit kleinen Schaubildern die Hauptdarbietung umrahmten, Umbaupausen überbrückten und Abläufe beschleunigten.

Sowohl für künstlerische als auch technische Mitarbeiter wurden in den Wintermonaten regelmäßig Weiterbildungslehrgänge mit kulturpolitischem und fachlichen Inhalt durchgeführt.
In den 80iger Jahren ging der Staatszirkus dazu über, gezielt auch Nachwuchs für den Tierbereich ausbilden zu lassen. So im Gestüt Zöthen als Facharbeiter für Pferdezucht und im Tierpark Berlin als Facharbeiter für Zootierpflege. Danach absolvierten sie eine mehrjährige Assistentenzeit bei einem erfahrenen Dresseur.
Artisten und Dresseure, die aus gesundheitlichen Gründen ihren Beruf nicht mehr ausüben konnten, wurden für eine andere Tätigkeit umgeschult oder hatten die Möglichkeit , einen anderen Beruf zu erlernen. Dazu erhielten sie für den Zeitraum von zwei Jahren einen finanziellen Ausgleich.

Siehe auch Sozialleistungen

Beispiel 1989
In der Erwachsenenqualifizierung absolvierten zwei Mitarbeiter die Facharbeiterausbildung zum Wirtschaftskaufmann. Erstmals konnten zwei Mitarbeiter zum „staatlich anerkannten Hufpfleger“ qualifiziert werden. Eine Tätigkeit, die für die Pflege des Huftierbestandes der Zirkusse von besonderer Bedeutung war. 1989 begann ein Zeltmeisterlehrgang. Außerdem gab es Ausbildungen für die Berechtigung zum Fahren von Gabelstaplern, für E- Schweißer und Kranfahrer.

Die Unterbringung lediger Mitarbeiter erfolgte in Wohnwagen mit jeweils zwei Zweipersonenabteilen, für Familien wurden komplette Wohnwagen zur Verfügung gestellt. Die Unterkunft in den Wohnwagen bzw. Wohnheimen des Winterquartiers war einschließlich der Versorgung mit Strom ganztägig, Wasser, Gas und Bettwäsche kostenlos.
In jedem Zirkus war ein Dusch- und Badewagen sowie ein Waschabteil mit betriebseigenen Waschmaschinen und Schleudern vorhanden.
Für Vollverpflegung aus der Küche (Küchenwagen mit Packwagen) wurden für drei Mahlzeiten nur 3,- M pro Tag berechnet. Ergänzend gab es in jedem Zirkus einen Klubwagen (mit Packwagen) mit einem Getränke- und Imbissangebot.

Schulpflichtige Kinder wurden bis zum 5. Schuljahr jeweils in einem Schulwagen unterrichtet. Dazu reiste in jedem Zirkus ein Lehrer mit. Bei Bedarf wurde auch ein Kindergarten eingerichtet.
Für die medizinische Betreuung gab es in jedem Zirkus eine Krankenschwester und ein Sanitätsabteil. Die medizinische Betreuung inklusive Einstellungs- und Tauglichkeitsuntersuchungen erfolgte im Ambulatorium Berliner Bühnen. Neben einer direkt verantwortlichen Betriebsärztin waren dort auch Orthopäden, HNO-, Augen- und Zahnärzte tätig.

Für die Urlaubsgestaltung verfügte der Staatszirkus über Campingwagen im Ostseebad Dierhagen und kooperierte mit anderen Betrieben, u.a. auch für die Durchführung des jährlichen Kinderferienlagers.
Jährlich wurde zwischen dem Generaldirektor und der Betriebsgewerkschaftsleitung ein Betriebskollektivvertrag geschlossen. In diesem wurden neben den Bedingungen für Prämienzahlungen u. a. Zuschüsse für Werkküchenessen, Unterhaltung von Ferieneinrichtungen, Beteiligung an Kinderferienlagern, Kurzuschüsse, Betriebsfeiern u.ä. beschlossen.

Die Höhe dieser Fonds wurde auf Grundlage der Beschäftigtenzahlen jährlich vom Kulturministerium vorgegeben. Sie betrugen 1989 für den Prämienfond 523.000,- und für den Kultur- und Sozialfond 370.000,-. 1974 lagen diese Beträge noch bei 366.000,- M bzw. 169.000,- M. Diese Leistungen waren grundlegend analog der gesamten Volkswirtschaft vorgegeben.

1974 trat eine Anordnung zur Absicherung der Artisten bei berufsbedingten Erkrankungen in Kraft, die regelte, dass bei einer mindestens 15jährigen Berufstätigkeit als Artist eine Umschulung erfolgen konnte. Für maximal zwei Jahre der Ausbildungsmaßnahme oder für die gesamte Zeit beim Erlernen eines neuen Berufes wurde ein Ausgleich zwischen dem bisherigen Einkommen und dem neuen Verdienst bis max. 1200,- monatlich gezahlt. Eine zusätzliche Rentenversorgung sicherte allen künstlerisch Beschäftigten und den Direktoren der Zirkusse eine Anordnung von 1986. Diese berechnete sich nach dem durchschnittlichen Bruttoverdienst der zehn günstigsten zusammenhängenden Jahre der künstlerischen Tätigkeit und betrug 60% des monatlichen Bruttoverdienst, höchstens 800 Mark. Analoges galt für eine zusätzliche Invalidenversorgung.

Mit Wirkung vom 01.01.1965 wurde der VEB Zentral-Zirkus beauftragt, die Zulassung und Kontrolle des Spielwesens im Schaustellerbereich zu übernehmen. Dazu gehörten die Erarbeitung und die Kontrolle der Einhaltung der Spielbedingungen für alle Arten gewerblich betriebener Spiele (Verlosungen, Schießen, Ball- und Reifenwerfen, Automatenspiele u.ä.). Dazu wurde ein Fachgebiet Spielerlaubniswesen gebildet. Sämtliche Spieleinrichtungen und -geräte wurden durch den Staatszirkus der DDR zugelassen und registriert. 1988 wurde vom Staatszirkus ein „Katalog der zugelassenen Spielsysteme“ herausgegeben.

Der Direktionsbereich Technik war zuständig für die Koordinierung von Importanträgen aus dem privaten Schaustellerbereich (Ersatzteile für Scooter-Chaisen u.ä.).

Von 1979 bis 1990 reiste in jedem Jahr ein DDR-Zirkus in die Sowjetunion, im Turnus von drei Jahren wechselten Busch und Aeros.
Sojusgoszirk schaffte eigens die Direktion „Zirk Berlin“ unter Leitung von Alexej M. Dudnikow. Mit einer fünfköpfigen Crew leitete er die Tourneen und war neben dem Kartenverkauf vor allem für die oft problematische Versorgung von Mensch und Tier verantwortlich. Außerdem stellte „Zirk Berlin“ die Kartenverkäufer und einen Teil der Kraftfahrer.
Auf die Tournee hatte der Staatszirkus keinen Einfluss. Die Gastspiele wurden jährlich per Vertrag in Moskau vereinbart. Der Vertrag mit Sojusgoszirk basierte auf einer Teilung der Einnahmen, 50% gingen an die sowjetische Seite, 50% durfte der Staatszirkus in die DDR transferieren.

Gerade Tourneen in Mittelasien stellten hohe Anforderungen an Mensch und Tier, so z.B. durch extreme Temperaturen und die 17-tägige Zugfahrt . Lediglich einmalig 1990 wurde für die Hinreise die Fähre Mukran-Klaipeda genutzt. Bereist wurden anfangs Usbekistan, Turkmenistan, Kirgisien, Kasachstan, später vor allem die Kaukasusregion, die baltischen Staaten, Belorussland und die Ukraine. 1986 begann das Busch-Gastspiel in Moskau, wo er fast zeitgleich mit Roncalli spielte.
Bei diesen Tourneen wurde der Kraftfahrzeugbestand reduziert und auf einheimische Leihmaschinen zurückgegriffen.

Der Staatszirkus der DDR war als Kultureinrichtung verlustgeplant. Er wurde wie alle Kultureinrichtungen subventioniert. Die Subventionen waren mit 6,-Mark pro Besucher im Verhältnis zu anderen Kultureinrichtungen (Oper 500,- pro Besucher) extrem gering. Es war politisch gewollt, durch umfangreiche Subventionierungen von beispielsweise Grundnahrungsmitteln, Mieten, Energiekosten, Fahrpreisen und eben auch Kultureinrichtungen eine Art „zweite Lohntüte“ zu schaffen. Eintrittspreise waren staatlich festgelegt und durften vom Jahr 1953 an bis 1989 nicht erhöht werden. Interessanterweise galten für Gastspiele des sowjetischen Staatszirkus und der CSSR- und polnischen Zirkusse bereits seit 1978 höhere Preise. Mehrfach wurden Vorschläge zu moderaten Preiserhöhungen abgelehnt, obwohl andere Kultureinrichtungen deutlich höhere Eintrittspreise verlangten. So kostete der teuerste Logenplatz im Zirkus 7,05 Mark und war in den 80er Jahren trotzdem als erstes ausverkauft. Der Durchschnittseintrittspreis betrug 3,86 Mark. Eine Preiserhöhung wäre vom Publikum ohne Zweifel akzeptiert worden. Entgegen anderslautenden Meinungen erwirtschafteten die Zirkusbetriebe ihre Kosten während der Reisesaison zu 100%! Tierschau und Ponyreiten kosteten 0,50 M, allein diese Einnahmen reichten in der Regel aus, um die Futterkosten zu decken. Dazu kamen die Gewinne der Karussellbetriebe, der Ensemblegastspiele und der Agenturtätigkeit.

Devisenerlöse durch Engagements im nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet waren an den Staatshaushalt abzuführen. Die Kosten für die Vorbereitung dieser Gastspiele einschließlich der Lohnzahlungen gingen zu Lasten des Staatszirkus. Die Gesetze der DDR verpflichteten zu umfangreichen sozialen Leistungen für die insgesamt 650 Mitarbeiter (1989). Alle Mitarbeiter einschließlich des künstlerischen Personals waren ganzjährig unbefristet angestellt. Die DDR-Volkswirtschaft war in den letzten Jahrzehnten kaum noch in der Lage, materielle Bedürfnisse des Zirkus als hoch technisierten Reisebetrieb zu befriedigen, insbesondere beim Fuhrpark. Das bedeutete zum einen, Wagen und Requisiten im Manufakturbetrieb in eigenen Werkstätten kostenaufwendig selbst herzustellen bzw. bei Handwerksbetrieben in Einzelanfertigung in Auftrag zu geben. Andererseits mussten Kraftfahrzeuge mehrfach instandgesetzt werden, eine Grundinstandsetzung kostete annähernd das Mehrfache des Neupreises (siehe auch Fahrzeuge).

Entwicklung der staatlichen Subventionen im Laufe der Jahre:

1960 3,8 Mio Mark

1971 2,5 Mio Mark

1975 2,7 Mio Mark

1977 7,1 Mio Mark

1980 6,4 Mio Mark

1983 7,5 Mio Mark

1985 5,3 Mio Mark

1986 8,9 Mio Mark

1987 11,5 Mio Mark

1988 10,8 Mio Mark

1989 11,5 Mio Mark

Die relativ hohe Summe zu Beginn im Jahr 1960 erklärt sich aus der Rekonstruktion des Unternehmens. Der Anstieg nach 1976 ergibt sich aus steigenden sozialen Leistungen, der Industriepreisreform und den sich laufend erhöhenden Kosten aus Instandhaltung und Reparaturen.

Erstmals gab es 1969 einen „Tag der offenen Tür“ im Winterquartier, um den Besuchern einen Einblick hinter die Kulissen zu geben. Ab 1985 wurde die Veranstaltung auf Objekt II ausgedehnt, wo ein Chapiteau für Kurzprogramme aufgestellt wurde. Den Besuchern bot sich die Gelegenheit, Artisten- und Dressurproben beizuwohnen und die Ställe und Werkstätten ebenso wie Wagen und Technik zu besichtigen. Ponyreiten und Karussells sorgten für Abwechslung bei den großen und kleinen Gästen. Der Termin lag immer kurz vor Ausreise der Zirkusse Ende Februar/Anfang März. Wie die Besucherzahlen belegen, war dieser Anlaß außerordentlich beliebt. Der Erlös wurde nach Abzug der Kosten dem Solidaritätsfonds der DDR zugeführt.

Entwicklung der Besucherzahlen:

1969
2500 Besucher

1970
3000 Besucher

1971
6000 Besucher

1972
12000 Besucher

1973
8000 Besucher

1974
13000 Besucher

1975
13616 Besucher

1976
16922 Besucher

1977
8894 Besucher

1980
15000 Besucher

1981
10144 Besucher

1982
16605 Besucher

1983
17492 Besucher

1984
22277 Besucher

1985
15200 Besucher

1986
19840 Besucher

1987
30026 Besucher

1988
18605 Besucher

1989
24000 Besucher

1990
Die Besucherzahlen für dieses Jahr liegen nicht vor

Siehe auch Winterquartier

Aufgrund allgemeiner Devisenknappheit bestand nach dem letzten Ankauf von Elefanten 1966 und 1969 wenig Aussicht auf neue Tiere. Verhandlungen mit der staatlichen Zirkusverwaltung von Nordvietnam führten zwar zu Zusagen, nicht aber zur Lieferung, nachdem die vietnamesische Handelsmission in der DDR nun freie Devisen statt Transfer-Rubel verlangte. 1990 wurden noch einmal zwei Jungtiere importiert, die Devisen dazu wurden aus dem Kontingent des Bereiches Kommerzielle Koordinierung freigegeben.

Selbst die Beschaffung attraktiver Pferde wurde im Laufe der Jahre zunehmend problematischer. Lipizzanergestüte in Jugoslawien, Ungarn und der CSSR waren nur noch gegen Zahlung von Devisen zum Verkauf bereit, ähnlich bei Arabern. Auch der Import von Achal-Tekkinern aus der Sowjetunion war nicht möglich. Somit standen nur in der DDR gezüchtete Haflinger und Edles Warmblut zur Verfügung. Letzteres ist eine DDR-Züchtung aus Trakehnern und Hannoveranern mit einem Vollblutanteil von nur 30%. 1989 bis 1991 wurden Araber von privaten Züchtern in der DDR gekauft und bis zur Dressurreife in einer LPG im altmärkischen Mieste in Pflege gegeben.

Die Beschaffung von Raubtieren und Exoten aus Zoos und Tiergärten war deutlich unkomplizierter. Eine sehr enge Zusammenarbeit erfolgte hier mit dem Tierpark Berlin.

Der Staatszirkus der DDR war verantwortlich für die Tourneeplanung der jeweils eigenen drei Zirkusse, die der ausländischen Gast-Zirkusse und der drei Betriebsteile Volksfesteinrichtungen, aber auch für die der privaten Lizenzzirkusse Hein, Probst, Rolandos und Olympia. Die jeweiligen Gastspielverträge schlossen dann die privaten Zirkusse selbst ab. Die Räte der Städte meldeten jährlich ihre Volksfestermine, um Überschneidungen mit Zirkusgastspielen zu vermeiden.

Für DDR-Gastspiele waren die Tourneen in eine Nord- und eine Südroute eingeteilt. Während einer Tournee wurden ca. 50 Städte bereist.

Die Tourneeplanung richtete sich nach der Häufigkeit von Gastspielen in der gleichen Stadt und der möglichst flächendeckenden Bespielung durch alle Zirkusse. Einerseits sollte aus logistischen Gründen die Entfernung zwischen den Städten von 50 km nicht überschritten werden, aber aufgrund der vorhandenen Platzkapazität von 2500 Plätzen pro Vorstellung konnten Gastspielstädte unter 20.000 Einwohner nicht berücksichtigt werden. Auch konnte nicht jede in Frage kommende Stadt einen Platz mit geeigneten Bedingungen bereitstellen (mindestens 120 x 100 m groß, Wasseranschluss nicht mehr als 100 m und ein 180 kw-Stromanschluss nicht mehr als 200 m entfernt) und andererseits finden auf den vom Zirkus genutzten Plätzen auch traditionelle Volksfeste statt. Es wurde davon ausgegangen, dass 25–30% der Einwohner eine Zirkusvorstellung besuchen.

Im Dezember wurde der Vertragsabschluss mit den vorgesehenen Gastspielstädten vorbereitet. Nach der jeweiligen Vertragsunterzeichnung erfolgte ab Januar die schriftliche Bestellung der Futtermittel, der Telefonanschlüsse und die Auftragserteilung für Müllentsorgung und Platzreinigung. Die Werbung erfolgte über Zeitungsannoncen, die DEWAG-Werbung und mittels eigener Aufsteller, die mit Plakaten und Hinweisen beklebt wurden.

Am 21. Januar 1985 fand die Jahrespressekonferenz zum Saisonauftakt im Winterquartier statt, die ganz im Zeichen des 25jährigen Bestehens des Staatszirkus der DDR stand. Dazu waren ca. 50 Journalisten anwesend. Als am nächsten Tag die Berichte in den Tageszeitungen erschienen, stellte man verwundert fest, dass der Name „Staatszirkus“ nirgends genannt wurde.

Nachfragen im Ministerium für Kultur ergaben eine zunächst etwas verworrene Darstellung, wonach Erich Honecker beim Unterzeichnen der Direktive für das Gastspiel des Staatszirkus der DDR in Japan gefragt habe, warum der Zirkus so heiße – er hatte 1980 den Namen allerdings selbst genehmigt. Diese Bemerkung wurde wohl von Mitarbeitern sofort diensteifrig aufgegriffen und weitergeleitet, so dass die Abteilung Agitation des ZK der SED in ihrer wöchentlichen Anleitung der Chefredakteure der zentralen Massenmedien das Verdikt verkündete, den Namen „Staatszirkus der DDR“ nicht mehr zu verwenden. Es wurde befürchtet, dieser Name könnte den Staat lächerlich machen. Als aus Trotz eine Zeitung schrieb „DDR-Zirkus“, wurde prompt das Verbot dieses Begriffes nachgereicht! Daraufhin intervenierte der damalige Generaldirektor Otto Netzker zunächst beim Stellvertreter des Ministers für Kultur, später in einer Beratung in der Kulturabteilung des ZK der SED und schließlich beim Kultur-Minister selbst. All das änderte zunächst nichts an diesem Umstand. Nachdem die Leitung des Staatszirkus aufgefordert wurde, Vorschläge für die Umbenennung zu unterbreiten, wurde die Zentrale Parteileitung und Betriebsgewerkschaftsleitung informiert. Daraufhin machten sich innerhalb des Unternehmens Unverständnis und Enttäuschung breit. Bekannte Dresseure und Artisten reagierten mit Betroffenheit, konnten sie sich doch nun des Eindruckes nicht erwehren, als werde die Zirkuskunst kulturpolitisch als auch künstlerisch doch etwas zweitrangig betrachtet.

Der Leiter der Abteilung Unterhaltungskunst im Kulturministerium, Bodo Zabel, war beauftragt worden, eine Vorlage zur Umbenennung zu erarbeiten. Dazu hatte er sich selbstverständlich mit der Leitung des Staatszirkus ins Benehmen gesetzt. Danach sollte die neue Bezeichnung „Staatliche Zirkusbetriebe der DDR“ lauten. Aus internen Gesprächen des Generaldirektors mit Bodo Zabel war bekannt, dass Zabel eine Umbenennung persönlich ablehnte, den Auftrag jedoch ausführen musste. Ihm blieb also nichts anderes übrig, als in seiner Vorlage zu taktieren und Gründe zu benennen, die eine Umbenennung erst zum 01. Januar 1986 möglich machen.

So erwähnte er:

„… dass eine sofortige Umbenennung bei internationalen Geschäftspartnern Unverständnis auslösen und zu noch nicht absehbaren Konsequenzen führen würde,
die gesamte Werbung für die Saisongastspiele 1985 bereits abgeschlossen war, der Einzug der Materialien materiell unvertretbar sei und ausbleibende Werbung sich gleichzeitig auf die Ergebnisse der Gastspiele kulturpolitisch und materiell negativ auswirken würde
und eine sofortige andere Kennzeichnung vor allem der sich im Ausland befindlichen Fahrzeuge nicht möglich sei.“

Künstler, die mit dem Nationalpreis und dem Kunstpreis ausgezeichnet worden waren, die Betriebsparteiorganisation und die Betriebsgewerkschaftsleitung wandten sich jeweils mit Eingaben und Briefen, in denen sie deutliche Worte fanden, direkt an Erich Honecker.

Zabels Einwände und die Eingaben, mit denen wohl niemand gerechnet hatte, zeigten Erfolg. Wenn auch keine offizielle Rücknahme der Weisung erfolgte, fiel eine Umbenennung stillschweigend unter den Tisch, und auch der Name „Staatszirkus“ wurde wieder erwähnt – wenn auch einige Journalisten ihn bis zur „Wende“ nach Möglichkeit umgingen. Der gesamte Vorgang ist übrigens in den Protokollen des Politbüros und des Sekretariats des ZK der SED nicht nachweisbar. Die Bemerkung Honeckers wurde offenbar in vorauseilendem Gehorsam nur mündlich weitergegeben.

Für Gastspiele im westlichen Ausland wurden an die Mitarbeiter Tagesdiäten gezahlt, die einheitlich vom Ministerium für Außenwirtschaft festgelegt wurden. Sie betrugen z.B. für die BRD zwischen DM 35,- und 40,- täglich.

Bei Ensemblegastspielen der Zirkusse im sozialistischen Ausland war es möglich, bis zu 90% des Gehaltes einschließlich aller Zuschläge auf das Konto des GENEX-Geschenkdienstes einzuzahlen. Aus diesem Katalog konnten Waren bis hin zum Auto, ohne Wartezeiten und rund 20% unter dem DDR-Preis, erworben werden.

Vor der Verladung zu anstehenden Auslandstourneen war es nicht unüblich, Kurzgastspiele in der DDR durchzuführen. Diese hatten primär ökonomische Gründe. Der Gesamtkalkulation des Unternehmens lag eine bestimmte Anzahl von Spieltagen zu Grunde, die erbracht werden mussten, um u.a. auch die Subventionen im vorgegebenen Rahmen halten zu können.

Selbstverständlich hatten diese Gastspiele auch den Vorteil, das Programm bereits künstlerisch „einzuspielen“, so dass es dann vor Ort im Ausland nur noch technisch eingerichtet werden musste.

In Kulturpalästen und Stadthallen in Großstädten der DDR:

  • 1975 – „Z wie Zirkus“ (Stadthalle Karl-Marx-Stadt)
  • 1976 – „Zauber der Manege“ (Dresden, Karl-Marx-Stadt, Suhl)
  • 1978/79 – Cottbus, Suhl, Görlitz
  • 1985 – „Palast-Varieté“ (Dresden)
  • 1987 – „Zirkus Maximus“ (Neubrandenburg)
  • 1989 – „Manege frei“ (Dresden, Cottbus)


Siehe auch Gastspiele

Durch den Ersatz der sichtbehindernden Sturmstangen mit neuartigen Seilabspannungen von außen verfügte der Staatszirkus ab 1970 über die, von der Konstruktion her, wohl modernsten Chapiteaus seiner Zeit.

Hergestellt wurden diese vom Zelthersteller Tränkner & Würker in Leipzig (später umgewandelt in VEB Favorit Taucha). Die Herstellungskapazität war begrenzt, die durchschnittliche Nutzungsdauer betrug anfangs nur drei Jahre. Ein eher optisches Problem blieb lange unlösbar: der fehlende Oberflächenglanz, das Anhaften des Staubes, ein Ausbleichen der Farben und ein Nachlassen der Reißfestigkeit.
Es wurden schon Überlegungen zu Importen von Planschichtstoffen oder ganzen Zelten angestellt. 1988 konnte der Hersteller, der VEB Plastebeschichtung und Konfektion Technischer Textilien in Fehrbellin ein neues Material ausliefern, welches eine geringere Oberflächenrauigkeit und Staubanhaftung aufwies. Als erster Zirkus bekam Berolina ein solches Chapiteau. Die Nutzungsdauer sollte fünf Jahre betragen.

Ab 1980/81 wurden die Sitzeinrichtungen aus massivem Holz auf Gradins umgestellt, deren Unterzüge und Böcke aus Stahlleichtprofilen bestanden. Hergestellt wurden diese im theatertechnischen Betrieb „Divadelni Technika“ in Zdar nad Sazavou in der CSSR.
Mitte der achtziger Jahre hielten die ersten Plastschalen-Einzelsitze Einzug. Beheizt wurden die Spielzelte durch mobile Getreidetrocknungsöfen.

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